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Wir sehen uns als Entwicklungsbegleiterinnen und Anwältinnen des Kindes, nicht nur als Animateurinnen und schon gar nicht als Unterhalterinnen.

Unser entwicklungsbegleitendes Handeln ist das Ergebnis eines Zusammenspiels von sehr unterschiedlichen Einflüssen und Faktoren und vollzieht sich nicht in einem „luftleeren“ Raum oder geschieht zufällig. Meist werden die Impulse der Kinder von uns aufgegriffen, um auf diese Weise die Entwicklung der Kinder zu fördern. Dabei stehen die Bedürfnisse und nicht nur die Wünsche der Kinder im Vordergrund.

Wir leiten aus Beobachtungen Situationen ab, die für die meisten Kinder von Bedeutung sind und entwickeln daraus Projekte für unsere Gruppen oder den gesamten Kindergarten. Dabei basiert unser gesamtes pädagogisches Handeln auf den Inhalten der Bildungsvereinbarung Nordrhein Westfalens. Hierbei sind uns als Erzieherinnen des Städtischen Kindergartens Marienhagen jedoch einige  Bereiche besonders wichtig.

Diese Schwerpunkte unserer Zielsetzung sind: 

  1. die Unterstützung und Anregung der natürlichen Bewegungsfreude des Kindes.
  2. die ganzheitliche Betrachtungsweise eines jeden Kindes und die darauf basierende, individuelle Förderung durch uns Erzieherinnen.
  3. der Aufbau der größtmöglichen sozialen Kompetenz beim Kind.
  4. der Erwerb der größtmöglichen Selbständigkeit des Kindes.
  5. die Förderung einer altersentsprechenden Konzentrationsfähigkeit beim Kind.



Nachfolgend möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Zielvorstellungen geben, noch detaillierter finden Sie die Zielvorstellungen in unseren Kindergartenkonzeptionen erläutert.

 

Die Unterstützung  und Anregung der natürlichen Bewegungsfreude des Kindes

Unser Ziel als anerkannter Bewegungskindergarten des LandesSportBundes ist es, Bewegung in den Alltag der Kinder zu integrieren.  Der Landessportbund NRW unterstützt uns, als Tageseinrichtung, in dem er Fort– und Weiterbildungsveranstaltungen, sowie Qualifizierungsangebote für Erzieherinnen anbietet, Qualitätsstandards definiert, die Einrichtung bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt, … .  Wir sind hierdurch in der Lage,  qualifiziert und gesundheitsorientiert handeln zu können, neue Bewegungsräume zu erschließen, Partner zu finden und helfende Netzwerke zu gründen.  Unser oberstes Ziel ist somit, dem Kind optimale Voraussetzungen für ein gesundes und bewegungsfreudiges Leben zu schaffen.

 

Ganzheitliche Betrachtung und daraus resultierende individuelle Förderung des Kindes

Unsere Kinder lernen ganzheitlich. Sie wollen die Dinge nicht nur anschauen oder darüber reden. Sie wollen sie anfassen, daran riechen, schmecken, befühlen und damit experimentieren. Das ist bei uns erlaubt und wird gefördert. Sinneswahrnehmungen sind die Grundlage für ein differenziertes Vorstellungs und Denkvermögen. Deshalb haben die Kinder zwar häufig schmutzige Hosen und klebrige Hände (während einer Tätigkeit wie z.B. Kneten); aber nur so machen sie alle die Erfahrungen, die sie später einmal in die Lage versetzen, in der Schule mitzudenken und Zusammenhänge gedanklich nachvollziehen zu können.

 

Soziale Kompetenz

In unseren drei altersgemischten Gruppen erleben sich unsere Kinder mal klein, mal groß, mal stark, mal helfend, mal Hilfe suchend, etc. Diese eigenen Erfahrungen bilden die Grundlage für gegenseitiges Verständnis und verantwortliches Handeln. Nach dem Kindergarteneintritt lernt das Kind seine eigene, individuelle Rolle innerhalb des Sozialgefüges Kindergartengruppe kennen und dementsprechende Handlungsschemata zu entwickeln. Durch zahlreiche Gespräche mit den anderen Kindern und uns, den Erzieherinnen, lernt es die eigene Meinung zu äußern und über das eigene Befinden zu sprechen, sowie nach Lösungen zu suchen. Wer lernt, sich sprachlich auszudrücken, kann sich mit anderen verständigen, wird nicht überhört oder übergangen.

Mit anderen zusammensein heißt für Kinder vor allem, mit anderen Kindern zu spielen, gemeinsame Spielinteressen verbinden. Im Spiel planen Kinder miteinander, setzen sich auseinander, lernen sich behaupten, finden Kompromisse, schließen Freundschaften, ... . Es ist uns äußerst wichtig, bei den Kindern die Fähigkeit zu fördern, sich in andere Menschen hineinzuversetzen (Empathie). Insbesondere für den Konfliktfall möchten wir ein Kind befähigen, der Situation angemessene Lösungsstrategien und Kompromisse zu entwickeln. Das gegenseitige Miteinander soll von Toleranz und Respekt aller Kinder unserer Einrichtung untereinander geprägt werden. Ungeachtet von äußerem Erscheinungsbild, Gruppenzugehörigkeit oder Sympathie soll jedes Kind dem/der anderen offen und unbefangen gegenübertreten. Altersentsprechend soll das Kind bei uns lernen, die eigenen Interessen oder Wünsche, gegenüber den Interessen aller, auch einmal unterzuordnen und sich insofern zurückzunehmen.

Zur Förderung der sozialen Kompetenz eines Kindes gehört es für uns auch, dem Kind die Wertschätzung fremden Eigentums zu vermitteln.  Gleiches gilt für den Erwerb und die Anwendung von Umgangsformen. „Guten Morgen“ beim Betreten des Raumes, „Auf Wiedersehen“ beim Verlassen der Einrichtung, „Bitte“ und „Danke“ gehören ebenso wie zu den Höflichkeitsregeln, welche wir den Kindern nahe bringen möchten. Gute Umgangsformen werden allen gefallen.

 

Selbständigkeit in lebenspraktischen Bereichen

Bilder malen, Werken, Gestalten, Musizieren, im Sand bauen, Geschichten spielen, mit dem Messer schneiden,… . Unser Kindergarten bietet jedem Kind die Zeit, Möglichkeit und bewusste Anregung durch die Erzieherin eigene Ausdrucksformen zu entwickeln. Mittels des Erlernens der richtigen Handhabung von Arbeitsgeräten (Schere, Stift…), unter Anleitung einer Erzieherin, ermöglichen wir es dem Kind, Lernerfahrungen im Umgang mit unterschiedlichen Materialien zu sammeln, welches dem Kind das Umsetzen oder Ausleben der eigenen, individuellen Kreativität erst ermöglicht.

Wir möchten jedes Kind unterstützen und anregen, Eigeninitiative und Fantasie zu entwickeln, Ideen zu verfolgen, eigene Wege und Lösungen zu finden und somit erfinderisch und kreativ tätig zu sein.

Wir möchten das Kind in die Lage versetzen, sich selbständig Tätigkeiten zu suchen und diese auch bei auftretenden Problemen konsequent zu Ende zu führen. Selbstverständlich bezieht sich die Anwendung verschiedener Problemlösungen auch auf von uns –den Erzieherinnen- angeregte Tätigkeiten und Beschäftigungen.

Auch der Erwerb von hygienischer Selbständigkeit des Kindes liegt uns am Herzen. Als Beispiele hierfür sei genannt: Das Waschen der Hände nach dem Toilettengang, das Hinterlassen eines sauberen Frühstücksplatzes, u.v.a. . 
 

Förderung der Konzentrationsfähigkeit

Unser Kindergartenalltag orientiert sich am Bedürfnis der Kinder, wobei eine besondere Bedeutung dem Spiel zukommt. Spielen macht Spaß und was Spaß macht, das machen die Kinder mit größter Freude. Zeit zum Spielen ist Zeit, in der Kinder einer Sache mit Konzentration nachgehen und dabei Ausdauer und Durchhaltevermögen entwickeln. Hierbei können die Kinder Erfahrungen sammeln und Lernerfolge im Spiel erreichen.

Gleichzeitig ist uns wichtig, dass Kinder sich über einen angemessenen Zeitraum mit einer Tätigkeit auseinandersetzen können und lernen, sich dabei auch nicht von äußeren Einflüssen (Geräusche von anderen Kindern der Gruppe) ablenken zu lassen. Ausreichende Konzentrationsfähigkeit ist die Basis für von außen angeregte, zielgerichtete Lernprozesse, wie z.B. dem Schrifterwerb in der Schule.



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